Noch 77 Tage

Wochenrückblick KW 27

Montag 29.06.2020

Stolle verlässt Bad Godesberg. Damit verliert Bad Godesberg wieder Arbeitsplätze für Menschen ohne Abitur, die nicht in einem Büro arbeiten können oder wollen.

Dienstag 30.06.2020

Der Generalanzeiger zeigt eine ernüchternde Bilanz des amtierenden Oberbürgermeisters. Seine Stärken wurden dabei ganz vergessen: Karneval, Kirmes und Hotelbau.

Mittwoch 01.07.2020

Die Diskussion um rechtsextreme Strukturen in der Bundeswehr besonders in der Sondereinheit KSK nimmt neue Fahrt auf. und Bonn bietet „Kirmes mit Abstand“

Donnerstag 02.07.2020

Die Arbeitslosenzahlen in der Region steigen gegenüber dem Vorjahr deutlich. Nicht zuletzt eine Folge der Corona-Krise. 33.000 Menschen in der Region sind arbeitslos. Die Landesregierung hat auch ein Allheilmittel: Verkaufsoffene Sonntage!

Freitag 03.07.2020

Erst kommen Büros, dann Wohnungen“ Das könnte für die Bonner Stadtplanung programmatisch sein. Ist aber die Überschrift zu einem Bauvorhaben in Mehlem.

Samstag 04.07.2020

Es besteht doch noch Hoffnung für einige Kaufhof / Karstadt-Filialen. Das gilt vor allem bei den Filialen, bei denen die Mietkosten gesenkt werden konnten. In Bonn scheint das nicht nicht der Fall zu sein. Die Bonner SPD, die OB-Kandidatin Lissi von Bülow und der SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Hartmann haben sich bereits an die Besitzer des Bonner Gebäudes, ein Unternehmen des Erzbistums Köln und des Grunds, auf dem es steht (die Stadt Bonn) gewandt. Jetzt erkennt auch Armin Laschet, dass verkaufsoffene Sonntage nur taugen, wenn es auch Geschäfte zum Aufmachen gibt. Ziemlich Spät Herr Laschet.

Sonntagsöffnungen zur Rettung der Wirtschaft und Wehrpflicht zur Demokratisierung der Bundeswehr.

Es ist schon eigenartig, auf welche Ideen manche Politiker*innen kommen. Es ist schon eine ziemliche Bankrotterklärung für die Demokratie, wenn sie junge Heranwachsende in den Wehrdienst zwingen will, um die Truppe zu überwachen. Da haben die Verantwortlichen Jahrelang weggeschaut – oder waren sie tatsächlich blind? Doch jetzt sollen die Rekrut*innen hinschauen und es den melden die wegschauen. Ziemlich absurd oder?

Ähnlich absurd scheint das Mantra, der Einzelhandel brauche mehr offene Sonntage. Was dem Einzelhandel fehlt sind faire Mieten in den Innenstädten. Das sehen wir gerade jetzt wieder bei Karstadt und Kaufhof. Wenn die Gewinnsucht bei den Immobilienspekulant*innen so hoch ist, dass sie das Aussterben der Innenstädte billigend in Kauf nimmt, sollten wir uns nicht wundern, dass der Einzelhandel nicht mit dem Versandhandel konkurrieren kann. Das gilt für alle sieben Tage der Woche nicht nur für den Sonntag. Der Sonntag muss frei bleiben für die Menschen, die sowieso schon sechs Tage die Woche für schlechte Löhne arbeiten.