Ungerechte Stadt

Diakonie und Caritas haben gemeinsam den „Sozialbericht zur Lage der Stadt Bonn„herausgegeben. Dafür zunächst herzlichen Dank. Der vorliegende Bericht ist ein hervorragender Einstieg in die Diskussion um die soziale Ungleichheit in Bonn. Er bestätigt, was man bislang nur erahnen. Es gibt in Bonn die Viertel der besseren Leute und die der armen Teufel.

In Bonn wird gutes Geld verdient, aber schlecht verteilt. Eine bessere soziale Durchmischung der Quartiere ist dringend notwendig, um eine bessere Teilhabemöglichkeit aller Bonner*innen zu erreichen.

Soziale Ungleichheit ist gleichbedeutend mit Ausgrenzung und Abgrenzung. Sie ist aber auch eine Herausforderung zum entschiedenen Handeln. Diakonie und Caritas haben einen Aufschlag gemacht, mit dem sich die (Sozial)Politiker*innen in den kommenden Jahren auseinandersetzen und aus dem sie Pläne für ein entschlossenes Handeln ableiten müssen.

Wir müssen alles daran legen, dass der Sozialbericht 2025 ganz anders aussieht. Für mich als Gewerkschafter und Sozialpolitiker ist das eine drängende Verpflichtung. Dabei muss es vor allem darum gehen, den schwächsten zu helfen, den Kindern.

Und es gibt wirkungsvolle Ansätze diese Ungleichheit zu überwinden.

  • Bezahlbaren und geförderten Wohnungsbau in allen Quartieren
  • Keine öffentlichen Aufträge an Unternehmen, die keine Tarifgehälter zahlen.
  • Ein detaillierter Masterplan gegen Langzeitarbeitslosigkeit.
  • Freier Nahverkehr für aller Kinder und Jugendliche
  • Freier Zugang zum Internet für alle Lernenden und Studierenden.
  • Ausbau und Verstetigung des Quartiersmanagements

Um nur ein paar effiziente Stellschrauben zu benennen.

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